Jahreshauptversammlung 2012

23.03.2012 in Hausen

Hausen (kcb). 16 Einsätze hatten die Frauenund Männer der Freiwilligen Feuerwehr Hausen im vergangenen Jahr zu meistern. Dass die Wehr darüber hinaus aus dem gesellschaftlichen Leben des Ortsteils nicht wegzudenken ist, zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung in der Hausener Mehrzweckhalle.

Vorsitzender Ewald Müller konnte rund 70 der insgesamt 169 Mitglieder begrüßen. In seinem Rechenschaftsbericht ging er vor allem auf die Vereinsaktivitäten ein. Auf das alljährliche Sommerfest habe man 2011 wegen des Klosterjubiläums verzichtet, in diesem Jahr soll das traditionelle Festwochenende aber wieder stattfinden.

Für den beruflich verhinderten Kassier, Constantin Renninger, trug Stellvertretender Kommandant Jochen Nürnberger den Kassenbericht vor. Demnach ist das vergangene Jahr für die Häusler Floriansjünger auch wirtschaftlich recht erfolgreich verlaufen.

Schriftführer Martin Müller gab den Anwesenden einen Überblick über das Angebot auf der Internetseite. Anhand verschiedener statistischer Auswertungen erläuterte er die Altersstruktur der zurzeit 54 Aktiven. Dabei zeigte sich, dass man über eine gute Besetzung im Mittelfeld verfügt, im Bereich des Nachwuchses machen sich aber die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar.

Stellvertretender Kommandant Jochen Nürnberger verlas den Einsatzbericht. Die meisten Stunden mussten dabei zur Bewältigung der Folgen des Hochwassers im Januar abgeleistet werden. Ein Brandeinsatz fiel ausgerechnet in die Zeit des Klosterfestes. Einen traurigen ersten Einsatz hatte das Schlauchboot der Wehr bei einer Leichenbergung zu bestehen.

Kommandant Bernd Czelustek berichtete von verschiedenen Ausbildungsaktivitäten, die die Zusammenarbeit mit Nachbarwehren zum Inhalt hatten. Sehr beeindruckend sei eine Übung des Hilfeleistungskontingentes des Landkreises am Main gewesen.
Die Partnerschaft mit Kleinbrach habe man weiter intensiviert. Neben gemeinsamen Übungen und Ausbildungen sei eine Ausrückegemeinschaft gebildet worden. Das heißt, dass die Feuerwehren aus Hausen und Kleinbrach nur noch gemeinsam alarmiert werden. Erstmals gebe es auch einen Atemschutzgeräteträger aus Kleinbrach, der die Hausener Ausrüstung mitnutzt. Czelustek: „Größtmögliche Wirtschaftlichkeit und der Erhalt der Selbstständigkeit beider Wehren ist das Ziel. " Eine kleine Kritik gestattete sich der Kommandant im Hinblick auf die vergangene Fronleichnamsprozession. Nicht nur die Feuerwehr, sondern alle Beteiligten müssten ihren Teil dazu beitragen, dass diese wieder zu dem „Eindrucksvollen und identitätsstiftenden Ereignis für Hausen“ werde, die sie immer war.

Marco Kleinhenz kam direkt von der Feuerwehrschule, wo er den Lehrgang zum Leiter des Atemschutzes absolviert hatte, zur Jahreshauptversammlung. Die Feuerwehr in Hausen verfügt über 14 Atemschutzgeräteträger, für deren Einsatzbereitschaft Kleinhenz verantwortlich zeichnet.

Die stellvertretende Jugendwartin, Alexandra Müller, war voll des Lobes für ihre neun Personen starke Truppe, die sich sehr engagiert zeige.  Allerdings werde deren Anzahl durch Übertritte in die Reihen der Aktiven immer geringer, so dass man sich für dieses Jahr das Ziel gesetzt habe, weitere Jugendliche für die Mitarbeit in der Feuerwehr zu gewinnen.

Bürgermeister Professor Dr. Peter Deeg zeigte sich beeindruckt davon, dass moderne Medien, wie ein Internetauftritt und eine Facebook-Seite zu Kommunikation genutzt werden. Gleichwohl zeige sich gerade im Bereich der Feuerwehren, dass man die Freizeit nicht nur in virtuellen Welten verbringen könne. „Damit ist keinem geholfen! ", so der Bürgermeister.

Kreisbrandmeister Steffen Kiesel überbrachte die Grüße von Kreis-und Stadtfeuerwehrführung. Die Kooperation zwischen Hausen und Kleinbrach bezeichnete er als beispielhaft. Man habe die Zeichen der Zeit erkannt und sich auf den richtigen Weg begeben. Dies unterstrich auch Josef Plener als Vorsitzender der Kleinbracher Patenwehr.

Hausen (kcb). Wer sich einmal zum Eintritt in die Feuerwehr entschlossen hat, der bleibt häufig auch ein Leben lang dabei. Dies zeigte sich anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hausen, wo einige Mitglieder für Jahrzehnte lange Mitgliedschaft geehrt werden konnten. So ist Holger König seit 25 Jahren dabei, Richard Scholl, Engelbert Sell und Otto Funck gehören der Hausener Wehr seit 40 Jahren an. Wilhelm Hofmann und Peter Markert sind seit 50 Jahren dabei und Hermann Meder kann gar auf 60 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken.

Außerdem standen Beförderungen auf der Tagesordnung: Alexandra Müller, Fabian Keller, Sven Schöniger, Andre Bieber, Dr. Gisela Hahn und Sebastian Söder wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. Ralf Schöniger trägt jetzt die Abzeichen eines Hauptfeuerwehrmanns.

Bernd Czelustek


Ehrungen: (Von links) Stellvertretender Kommandant Jochen Nürnberger, Kommandant Bernd Czelustek und Vorsitzender Ewald Müller (rechts) gratulieren den geehrten Peter Markert (50), Otto Funck (40), Engelbert Sell (40) und Hermann Meder (60), sowie Wilhelm Hofmann (50).


Brandeinsatz: Mitten in die Feierlichkeiten zum 850 jährigen Gründungsjubiläum des Klosters fiel ein Brandeinsatz in der Nüdlingen Straße.


Als sehr hilfreich erwies sich das Schlauchboot mit Außenbordmotor der Hausener Feuerwehr bei der Kontingentübung des Landkreises am Main. Hier ist es beim Transport von Personen auf eine Maininsel im Einsatz.


Fahrzeugkolonne: Ein beeindruckendes Bild bot die Kolonne der Fahrzeuge des Hilfeleistungskontingentes des Landkreises Bad Kissingen, in dem auch die Hausener Wehr mit einem Fahrzeug und einem Bootsanhänger vertreten ist.


Martin Müller


 Zuletzt geändert: 26.03.2012, 20:35:39