Jahreshauptversammlung 2011

18.03.2011 in Hausen

Hausen (kcb). 15 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Hausen im vergangenen Jahr zu meistern. Daneben leisteten die Floriansjünger durch eine Vielzahl freiwillig übernommener Aufgaben und gesellschaftlicher  Veranstaltungen ihren Beitrag zum Ortsgeschehen. Durch die Indienststellung eines Schlauchbootes konnte die Einsatzbereitschaft weiter verbessert werden.

Vorsitzender Ewald Müller begrüßte 74 der insgesamt 171 Mitglieder des Feuerwehrvereins Hausen in der Mehrzweckhalle zur Jahreshauptversammlung. In einem Augenblick der Stille gedachten die Hausener ihrer japanischen Feuerwehrkameraden, die sich im selbstlosen Einsatz gegen die atomare Katastrophe befinden.

Vorsitzender Müller und Kassierer Constantin Renninger gingen in ihren Berichten auf die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Vereins ein. Dabei zeigten sie sich rundum zufrieden mit den Ergebnissen der diversen Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres.

Schriftführer Martin Müller hatte die Mitgliederstruktur nach Altersgruppen aufgeschlüsselt. Es zeigte sich, dass die gute Jugendarbeit Früchte trägt und die Zahlen der Aktiven trotz des demografischen Wandels wohl in den nächsten Jahren konstant bleiben wird. Eine Mitgliederwerbeaktionen unter dem Motto "ein Haus – ein Mitglied" habe im vergangenen Jahr 14 neue fördernde Mitglieder gebracht, die die Wehr  durch  finanzielle Beiträge unterstützten. Allerdings habe man auch einige Mitglieder, die trotz mehrmaligen Anmahnens ihrer Pflicht zur Beitragszahlung nicht nachgekommen seien, von der Mitgliederliste streichen müssen.

Stellvertretender Kommandant Jochen Nürnberger listete die 15 Einsätze des vergangenen Jahres auf, wobei man zweimal zu Großbränden ausrücken musste. Gleich dreimal wurden umgestürzte Bäume von der Waldstraße beseitigt.

Kommandant Bernd Czelustek lobte die Übungsbeteiligung und zeigte sich sehr froh darüber, dass es gelinge, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und er sich auf seine Kommandomitglieder verlassen könne. Er habe sich besonders über die Indienststellung eines Schlauchbootes mit Außenbordmotor gefreut, wodurch sich das Einsatz-und Übungsspektrum wesentlich erweitert habe. Nachdem dieses Boot den Wehren aus Hausen und Kleinbrach gemeinsam zur Verfügung stehe und man den Motor aus beiden Vereinskassen beschafft habe, stärke es die Partnerschaft zwischen den beiden Feuerwehren, die zur Zeit mehr denn je gelebt werde. So arbeiten die Jugendgruppen zusammen, es werden Kleinbracher Feuerwehrmänner an den Atemschutzgeräten in Hausen ausgebildet und seit einigen Wochen werden beide Feuerwehren nur noch gemeinsam alarmiert. Czelustek betonte, man wolle durch die Zusammenarbeit Synergieeffekte nutzen und Kosten sparen, aber es werde keinesfalls zu einer Zusammenlegung der beiden Feuerwehren kommen, denn man wisse, wie unverzichtbar die Feuerwehr als einziger Verein für den Stadtteil Kleinbrach ist.

Der Leiter des Atemschutzes, Marco Kleinhenz, berichtete über Ausbildung und Einsätze seiner Gruppe. Jugendwart Mario Rösner freute sich über drei Neuaufnahmen: Dominik Schönwiesner, René Lochner und Stefan Czelustek verstärken die Jugendgruppe. Mareike Müller, Lisa Metz, Theresia Kiesel und Niklas Oppelt haben das 18. Lebensjahr erreicht und sind in die aktive Gruppe übergetreten. Derzeit habe er mit seiner Stellvertreterin, Alexandra Müller, neun Jugendliche zu betreuen.

Bürgermeister Prof. Deeg bezeichnete die Feuerwehren als „etwas Besonderes in unserem Kulturraum, etwas was unser Lebensgefühl ausmacht und was sich lohnt, aufrecht zu erhalten.“

Kreis-und Stadtbrandinspektor Harald Albert bescheinigte den Feuerwehren aus Hausen und Kleinbrach Weitsicht dafür, dass sie die Weichen auf intensive Zusammenarbeit gestellt hätten. Im Hinblick auf die Vielzahl von Vorschriften und Regulierungen, die derzeit auf die Feuerwehren einströmten, gab er zu, etwas Bauchweh zu haben, denn es lasse sich nicht absehen, ob dies auf Dauer allein mit ehrenamtlichem Engagement zu leisten sei.

Hausen (kcb). Neben verschiedenen Tätigkeitsberichten standen Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hausen. Das Dienstgradabzeichen eines Feuerwehrmannes dürfen künftig Maximilian Fichtl, Theresia Kiesel, Lisa Metz, Mareike Müller und Sebastian Söder tragen. Michael Ries wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Für 50 jährige Mitgliedschaft wurde Adolf Fichte ausgezeichnet. Ewald Müller, selbst Vorsitzender des Vereins, gehört diesem seit 60 Jahren an. Daneben konnte Kommandant Bernd Czelustek noch zwei besondere Ehrungen vornehmen: Helmuth Kleinhenz wurde die Ehrennadel der Feuerwehr verliehen und Altkommandant Walter König wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Bernd Czelustek


Besondere Ehrungen: Helmut Kleinhenz (links) wurde mit der Ehrennadel der Freiwilligen Feuerwehr Hausen ausgezeichnet, Walter König zum Ehrenmitglied ernannt.


Neuaufnahmen: Mario Rösner (links) und Alexandra Müller (rechts) freuen sich über die neuen Mitglieder der Jugendgruppe: (v.l.) René Lochner, Stefan Czelustek und Dominik Schönwiesner.


Alle Ehrungen: Kommandant Bernd Czelustek (rechts) und sein Stellvertreter Jochen Nürnberger (2. v.r.) Konnten eine Reihe von Ehrungen vornehmen: (v. l.) Vorsitzender Ewald Müller gehört der Freiwilligen Feuerwehrhausen seit 60 Jahren an, Helmut Kleinhenz wurde mit der Ehrennadel ausgezeichnet, Walter König wurde zum Ehrenmitglied ernannt und Adolf Fichte ist seit 50 Jahren beim Verein.

Martin Müller


 Zuletzt geändert: 21.03.2011, 18:47:23