Jahreshauptversammlung 2009

20.03.2008, Hausen


Hausen (b
c). Als ein „Jahr der Fortbildung“ bezeichnete Kommandant Bernd Czelustek das abgelaufene Kalenderjahr bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hausen. Noch nie zuvor seien so viele Lehrgänge auf örtlicher und überörtlicher Ebene absolviert worden. Zu einem Brand habe man im vergangenen Jahr nicht ausrücken müssen, doch Sturm und Wasserschäden hätten insgesamt 15 Einsätze beschert.

Zufrieden zeigte sich Kassierer Constantin Renninger. Erstmals habe man im Zusammenhang mit dem Sommerfest die „Nudelbooch-Party“ durchgeführt, die sich auch in der Vereinskasse sehr positiv widerspiegle. Schriftführer Martin Müller verzichtete auf eine ausführliche Verlesung des Vorjahresprotokolls und gab stattdessen anhand einiger Diagramme einen Überblick über die Entwicklungen in verschiedenen Bereichen des Vereines. Demnach hat die Hausener Wehr zurzeit 182 Mitglieder, wovon 58 aktiven Dienst leisten. „Wenn man die Daten der letzten Jahre vergleicht, so ist eine stetige Aufwärtsentwicklung zu beobachten“, so Müller.

Vorsitzender Ewald Müller berichtete über die Aktivitäten des Feuerwehrvereines. Mit dem Fronleichnams-Frühschoppen, dem Sommerfest, der Einweihung des renovierten Rosenbrünnles und dem alljährlichen Seniorennachmittag habe die Feuerwehr auch im vergangenen Jahr wieder einen Beitrag zum öffentlichen Leben im Stadtteil Hausen geleistet.

Stellvertretender Kommandant Jochen Nürnberger gab einen Überblick über die Übungs- und Einsatzaktivitäten der Häusler Florjansjünger. Neben mehreren technischen Hilfeleistungen habe man auch die Ortsvereine, die Pfarrei und nicht zuletzt die Stadt Bad Kissingen bei verschiedenen Anlässen unterstützt. Höhepunkte im Übungskalender seien gemeinsame Großübungen mit den Nachbarwehren gewesen.

Kommandant Bernd Czelustek stellte in seinem Rechenschaftsbericht fest, dass die Feuerwehr angesichts knapper öffentlicher Kassen aufgerufen sei, ihre Daseinsberechtigung zu begründen. Und er tat dies mit Hilfe eines Vier-Säulenmodells. Nach seinen Aussagen ist die Feuerwehr Hausen neben der Sicherung des örtlichen Brandschutzes auch in einem überörtlichen Katastrophenschutzkontingent mit einem Fahrzeug vertreten. „Brand- und Katastrophenschutz war, ist und bleibt unsere wichtigste Aufgabe“, so Czelustek. Hinzu träten aber als weitere wichtige Säulen die Förderung der Dorfgemeinschaft, die Wertevermittlung an Jugendliche und seit einigen Jahren die Aufarbeitung der Geschichte Hausens durch Sammeln und Archivieren von Bildmaterial. „Die randvolle Mehrzweckhalle beim historischen Bilderabend im Januar zeigt, dass unsere diesbezüglichen Aktivitäten auf fruchtbaren Boden fallen“, so der Kommandant.

Nach den Worten des Jugendwartes, Mario Rösner, besteht die Jugendgruppe aus derzeit 23 Jugendlichen, darunter 7 Mädchen. Mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres seien 4 Jugendliche ausgeschieden, die nun der aktiven Truppe zur Verfügung stünden. Über 100 Stunden an feuerwehrtechnischer Ausbildung sind nach Rösners Worten den Jugendlichen im vergangenen Jahr angeboten worden. Hinzu kamen Grundausbildung, Wissenstest und Zeltlager. „Ohne die Hilfe von Christoph Ullmann und Dominik Reichert wäre dies nicht zu schaffen gewesen“, so der Jugendwart.

Marko Kleinhenz, Leiter der Atemschutzabteilung, freute sich über drei neue Geräteträger, darunter eine Frau: Alexandra Müller, Constantin Renninger und Andre Bieber haben den entsprechenden Lehrgang absolviert. Eine besondere Herausforderung für die Atemschutzgeräteträger sei im vergangenen Jahr der Übungstag in Wildflecken gewesen, wo „es an die Grenzen der Belastbarkeit ging“, stelle Kleinhenz fest.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg dankte den Hausener Feuerwerkern insbesondere für die Unterstützung der Stadt beim Rakoczy- und beim Salinenfest und sagte: „Wir alle brauchen Geborgenheit und ein vertrautes, sicheres Umfeld. Die Feuerwehr hilft darüber hinaus, den Stadtteil als gesellschaftliches Gefüge zu erhalten, und dafür gebührt Euch Anerkennung“. Ein besonderes Lob für die Jugendarbeit sprach der Hausener Feuerwehr Kreisbrandinspektor Edwin Frey aus. Seit langer Zeit beobachte er, dass dies ein Markenzeichen der Hausener sei. Matthias Mahlmeister, Kommandant der Kleinbracher Feuerwehr hob in seinem Grußwort die „enge und hervorragende Zusammenarbeit“ in den beiden Stadtteilen hervor.

Hausen (bc). Neueintritte, Beförderungen und Ehrungen waren wichtige Tagesordnungspunkte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hausen. Mit Sarah Metz, Maximilian Schneider und Ralf Schöniger konnten durch Kommandant Bernd Czelustek drei neue aktive Mitglieder aufgenommen werden. Insgesamt 37 Leistungsnachweise für Ausbildungsmaßnahmen sind nach seinen Worten von den Aktiven erbracht woden. Mit Constantin Renninger und Chrisoph Ullmann verfüge man nun über zwei weitere Maschinisten. Zum Feuerwehrmann/frau wurden Alexandra Müller, Sven Schöniger, Fabian Keller und Andre Bieber befördert, zum Hauptfeuerwehrmann Klaus Wegemer und Sven Troll.  Zum Löschmeister wurde Martin Müller ernannt.

Vorsitzender Ewald Müller konnte insgesamt acht Mitglieder für langjährige Vereinstreue ehren: Ralf Schemmel, Timo Nürnberger, Jochen Nürnberger und Bernd Czelustek gehören seit 25 Jahre dem Hausener Feuerwehrverein an, Martin Schmitt, Gerhard Meder und Franz Bock sind seit 50 Jahren dabei und Alfons Hirschmann hält dem Verein gar seit 70 Jahren die Treue.



Alfons Hirschmann (2.v.l.) gehört seit 70 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr an, (v.r.n.l.): Franz Bock, Gerhard Meder und Martin Schmitt sind seit 50 Jahren dabei. Dazu gratulierten Vorsitzender Ewald Müller, Oberbürgermeister Kay Blankenburg und Kommandant Bernd Czelustek.



Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Bernd Czelustek, Jochen Nürnberger, Ralf Schemmel und Timo Nürnberger.

2008 war ein Jahr der Übung und Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Hausen. Unser Bild entstand bei einer Ausbildung für Atemschutzgeräteträger zum Thema „Einsatz von Hohlstrahlrohren“.

Bernd Czelustek


 Zuletzt geändert: 23.03.2009, 14:02:41