Jahreshauptversammlung 2006

Bernd Czelustek


Hausen (kcb). Insgesamt 20 größere und kleinere Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Hausen im vergangenen Jahr zu meistern. Daneben widmete man sich einer Vielzahl von Freiwilligen Aufgaben. Mit der Indienststellung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges sieht man sich zudem materiell für die Zukunft gerüstet. Neben den üblichen Regularien stand auch die Neuwahl des Kassiers und der Vertrauensleute auf dem Programm der Jahrshauptversammlung.

Vorsitzender Ewald Müller konnte 78 der insgesamt 170 Mitglieder im Gerätehaus begrüßen. In seinem Bericht blickte er auf ein „wirtschaftlich erfolgreiches Jahr“ zurück, dessen Grundlage das alljährliche Sommerfest gewesen sei.


Schriftführer Martin Müller verlas die wichtigsten Auszüge aus dem Vorjahresprotokoll, ehe Kassier Timo Nürnberger seinen letzten Kassenbericht abgab. Zuletzt teilte er der Versammlung „in eigener Sache“ mit, dass er aus beruflichen und familiären Gründen nach zehnjähriger Tätigkeit sein Amt abgeben werde. Es sei eine schöne Zeit gewesen und er stehe auch weiterhin „Gewehr bei Fuß“, bis sein Nachfolger eingearbeitet sei. Die Kassenprüfer Hermann Meder und Leo Kuklinski dankten Nürnberger für seine „stets hervorragende“ Arbeit. Dem schloss sich auch Vorsitzender Müller im Namen der gesamten Wehr an und überreichte ein Dankesgeschenk.



Unter Leitung von Stadträtin Isolde Anstötz, Stadtbrandinspektor Harald Albert und Stadtrat Otto Funck wurde Constantin Renninger einstimmig zum neuen Kassier gewählt. Außerdem wurden die beiden Vertrauensleute Ralf Schemmel und Ralf Bieber - ebenfalls einstimmig - in ihrem Amt bestätigt.


Stellvertretender Kommandant Jochen Nürnberger gab einen Überblick über das Übungs- und Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres. 18 Technische Hilfeleistungen, 1 Sicherheitswache und 1 Brandeinsatz seien zu meistern gewesen. Bei letzterem habe sich einmal mehr das Hochdrucklöschgerät bewährt und dem Geschädigten jeglichen zusätzlichen Wasserschaden erspart.


Kommandant Bernd Czelustek stellte den Übungsplan für das laufende Jahr vor, dessen Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren liege. Er freute sich, dass die positive Entwicklung bei der Übungsbeteiligung angehalten habe und man mit allerlei Lehrgängen das Ausbildungsniveau habe steigern können. Mit Hilfe eines Diagramms stellte Czelustek die aktuelle Bevölkerungsentwicklung im Stadtteil Hausen dar und bezeichnete sie als sehr besorgniserregend. So habe es im Jahre 2005 nur 5 Geburten gegeben. Um die Mannschaftsstärke konstant zu halten, müsse es gelingen, nicht wie bisher 30-40 Prozent eines jeweiligen Jahrganges, sondern 50-60 Prozent zu Mitarbeit in der Feuerwehr zu gewinnen. Außerdem habe man es sich zur wichtigsten Aufgabe erkoren, die Jugendlichen langfristiger an die Feuerwehr zu binden. Entsprechende Ideen sollen in einer eigenen Dienstversammlung der 16-25-Jährigen erörtert werden.


Auch Atemschutzwart Jürgen Rollmann freute sich über eine gestiegene Übungsbeteiligung. Zwar stünden 3 Abgängen aus Alters- und Gesundheitsgründen nur ein Neuzugang in der Atemschutzgruppe gegenüber. Es gebe aber bereits Interessenten, die im kommenden Jahr den notwendigen Lehrgang ablegen wollten, so dass sich die Gruppenstärke mittelfristig positiv entwickeln werde. Außerdem gab Rollmann bekannt, er wolle ein Fitness-Programm für die Atemschutzgeräteträger anbieten.


Jugendwart Mario Rösner berichtete von den Aktivitäten der beiden Jugendgruppen, die er zusammen mit Alexander Werner leitet. Er selbst habe, nach langer Wartezeit, einen der begehrten Jugendwart-Lehrgänge an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg absolvieren können und dort wichtige Anregungen erhalten. Derzeit engagierten sich 18 Feuerwehranwärter in den Jugendgruppen. Höhepunkt der Ausbildung sei die traditionelle gemeinsame Jugendgroßübung mit den Wehren aus Winkels, Nüdlingen und Haard gewesen. Für das laufende Jahr gebe es schon zahlreiche Interessenten, die auf die Aufnahme in die Wehr warten, stellte Rösner fest, und die Anwesenden hörten´s gern.

Kommandant Bernd Czelustek beförderte Partick Fichte und Christoph Ullmann zum „Feuerwehrmann“ und Katja sowie Carola Feineis zum „Hauptfeuerwehrmann“.







Voritzender Ewald Müller zeichnete Joachim Hofmann, Leo Kuklinski, Lorenz Oppelt und Hermann Meder mit der Verdienstnadel der Freiwilligen Feuerwehr Hausen aus. Für ihre langjährige Mitarbeit in Vorstand und Kommando hätten diese vier die höchste Auszeichnung, die die Wehr zu vergeben hat, redlich verdient, so Müller.



Stadträtin Isolde Anstötz sprach den Hausener Floriansjüngern im Namen der Stadt Bad Kissingen „höchstes Lob und Anerkennung“ aus, und Stadtbrandinspektor Harald Albert überbrachte die Grüße der Stadt- und Kreis- Feuerwehrführung. Er lobte besonders die enge Zusammenarbeit der Wehren aus Hausen und Kleinbrach. Im Hinblick auf die Fußball WM kündigte Alrbert an: „Es könnte einiges auf uns zukommen, aber gemeinsam werden wir es schaffen“.

Pfarrer Georg Hirschbrich ging in seinem Grußwort auf die beschriebene Bevölkerungsentwicklung ein und hatte auch schon die Lösung parat: „Leut´, heiratet und kriegt Kinder!“.

Auch Kleinbrachs Stellvertretender Kommandant Philipp Mahlmeister ergriff das Wort und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Lebhafte Diskussionen gab es am Ende über die Frage der Ehrenbezeugung mit Kranz und Blasmusik beim Ableben von „Fördernden“ Vereinsmitgliedern.



Hausen (kcb). „Die Feuerwehr kommt, wenn´s brennt, der Keller volläuft, oder bei Verkehrsunfällen“. Wer so denkt, der hat zwar Recht, weiß jedoch nichts von der Vielzahl anderer Aufgaben, die die Feuerwehren in ihren jeweiligen Ortsteilen übernehmen. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung der Floriansjünger in Hausen aus den Berichten der Kommandanten und Gruppenführer deutlich.

Alljährlich sichert die Hausener Feuerwehr den Martinszug, die Fronleichnamsprozession, den Einzug der Mannschaften beim Rimini-Cup und die Kreuzbergwallfahrt ab. Transporte für die Pfarrgemeinde wurden durchgeführt und Ehrenwachen beim Volkstrauertag und an Allerheiligen gestellt. Im Zusammenwirken mit allen anderen Feuerwehren der Großen Kreisstadt half man bei der Absicherung des Rakoczy-Festzuges. Mit Verkehrsregelungen, Parkplatzeinweisen und einer Sicherheitswache war man beim Salinenfest und dem Museums-Fest des Bismarck-Museums beteiligt. Außerdem wurde die Stadtjugendarbeit beim Salinenfest unterstütz. Und auch beim Kindergartenfest half man durch Transporte und beteiligte sich am Rahmenprogramm. Bei der „Aktion Frühjahrsputz“ der Stadt Bad Kissingen, hätte man, wäre es nach der gesammelten Müllmenge gegangen, einen sicheren ersten Platz belegt, so Kommandant Bernd Czelustek in seinem Bericht.

Seit einigen Jahren hat sich die Hausener Feuerwehr auch das Sammeln historischer Fotos aus dem Stadtteil ins Pflichtenheft geschrieben. Nach Aussage Czelusteks kommt man dabei voran, aber er wünsche sich noch mehr Beteiligung seitens der Bevölkerung, insbesondere was die Bereiche der Salinen, des Kloster, des Gefluter, aber auch den Altort Hausens angeht.

Auch im laufenden Jahr soll wieder eine „Reinigung der Flur“ stattfinden, diesmal in Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft, da man wegen Terminüberschneidungen an der Aktion des Vereinsbeirates diesmal nicht teilnehmen konnte. Außerdem soll ein weiterer Plan in die Tat umgesetzt werden: Die Wiederherstellung des „Rosenbrunnens“. Patrick Fichte und Dominik Reichert, Mitglieder der Hausener Jugendgruppe und Azubis im Bau und Gartenbaubereich, haben sich dazu bereiterklärt, hierbei federführend tätig zu werden und Stadtheimatpfleger Dieter Scherner wird ihnen beratend zur Seite stehen.




 Zuletzt geändert: 28.10.2008, 18:07:04