Jahreshauptversammlung 2005

Bernd Czelustek


Bericht von der Jahreshauptversammlung der FF Hausen



Hausen (kcb). Die Freiwillige Feuerwehr Hausen blickt mit Zufriedenheit zurück und mit Optimismus in die Zukunft. Dies zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung der Wehr, zu der sich 78 der insgesamt 167 Mitglieder im Gerätehaus eingefunden hatten. Dekan Georg Hitschbrich fasste es in seinem Grußwort so zusammen: „Ein Verein, in dem alles stimmt.“

Vorsitzender Ewald Müller berichtete von den Aktivitäten des Feuerwehrvereines, die von der Ausrichtung des Seniorennachmittags der Stadt Bad Kissingen bis hin zum alljährlichen dreitägigen Sommerfest reichten. Die Veranstaltungen der Wehr seien allesamt gut besucht gewesen. Kassier Timo Nürnberger sprach denn auch von einem wirtschaftlich erfolgreichen Vereinsjahr. Haupteinnahmequelle sei weiterhin das Sommerfest. Hier sei es im vergangenen Jahr gelungen durch Einsparungen den Gewinn gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern, obwohl der Umsatz leicht zurückgegangen war. Leo Kuklinski dankte dem Kassier namens der Kassenprüfer und zollte ihm Lob für seine einwandfreie Kassenführung. Nach der Verlesung des Vorjahresprotokolls durch Schriftführer Martin Müller erläuterte stellvertretender Kommandant Jochen Nürnberger die Einsatzstatistik für 2004. Demnach wurde die Hausener Feuerwehr zu insgesamt 21 Einsätzen gerufen, drei davon waren Brände, 17 technische Hilfeleistungen und eine Sicherheitswache. Kuriosum am Rande war ein Einsatz am frühen Morgen des 1. Mai, wo der kurz zuvor von den Feuerwehrleuten aufgestellte Maibaum nach einem „Attentat“ von der Hausener Straße geräumt werden musste.

Kommandant Bernd Czelustek sprach von einer „durchwegs positiven Entwicklung“ der Wehr. Derzeit verfüge sie über 46 aktive Feuerwehrdienstleistende, die sich deutlich häufiger als in den vergangenen Jahren zu den Übungen einfänden. Die starke Jugendgruppe sei Garant für genügend Nachwuchskräfte. Besonders erfreulich sei, dass 4 Kameradinnen und Kameraden sich bei Lehrgängen an den Staatlichen Feuerwehrschulen in Würzburg und Regenburg weitergebildet hätten. So besuchte Dr. Gisela Hahn ein Seminar für Feuerwehrärzte, Gerhard Fels nahm an einem Gerätewartlehrgang teil, Marko Kleinhenz absolvierte die Ausbildung zum Gruppenführer und Mario Rösner besuchte den Jugendwart-Lehrgang. Stolz zeigte sich der Kommandant auch darauf, dass es gelungen sei, trotz leerer öffentlicher Kassen eine Ersatzbeschaffung für das 25 Jahre alte Mehrzweckfahrzeug in die Wege zu leiten, was allerdings nur dadurch möglich geworden sei, dass der Feuerwehrverein selbst 25.000 € zur Kaufsumme beisteuert. Das neue Fahrzeug soll voraussichtlich in Juni geliefert und beim Sommerfest offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Zukunft wird nach Ansicht Czelusteks weitere Herausforderungen an die Wehr stellen. So gelte es, angesichts der kommenden Geburtenschwachen Jahrgänge, einen möglichst hohen Prozentsatz der Jugendlichen zum Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. Auch gelte es, durch die Nutzung neuer Kommunikationstechnik die Alarmierungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln, um so insbesondere die Tageseinsatzbereitschaft zu verbessern. „Wenn wir hier eine optimale Lösung erreichen wollen, werden wir sicherlich auch finanziell gefordert sein“, so der Kommandant.

Atemschutzwart Jürgen Rollmann berichtete davon, dass im vergangenen Jahr zweimal Atemschutztrupps eingesetzt werden mussten. Ein Höhepunkt im Übungsgeschehen seien die Übungen in Bonnland und am Hotel Dösch gewesen, wo die Geräteträger sich unter sehr realistischen Bedingen auf die Einsätze vorbereiten hätten können.

Jugendwart Mario Rösner konnte eine Gruppenstärke von 24 Jugendlichen vermelden. An 29 Tagen seien diese auf ihren Feuerwehrdienst vorbereitet worden. Neun der Jugendlichen hätten die Feuerwehrgrundausbildung absolviert, was für diese einen zusätzlichen Zeitaufwand von jeweils 70 Stunden bedeutet habe. Im Einzelnen waren dies: Michael Döll, Patrick Fichte, Sebastian Fichtl, Christian Kirchner, Dominik Reichert, Constantin Renninger, Tanja Schultz, Sebastian Söder und Christoph Ullmann. Neu in die Jugendgruppe wurden aufgenommen: Niklas Oppelt, Christian Reichert, Lukas Hehn, Marcel Limpert und Dominik Englert.

Auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hausen standen auch Beförderungen und Ehrungen (eigener Bericht).

Bürgermeister Alfred Wacker dankte den Aktiven für ihr Engagement. Er freute sich, dass die Stadt auch beim Salinenfest und beim Rakoczyfest auf die Unterstützung der Hausener Floriansjünger bauen könne. Die finanzielle Beteiligung des Feuerwehrvereins an der Fahrzeugneubeschaffung nannte er ein „Musterbeispiel an Engagement für die Sicherheit der Bürger“. Die Hausener Wehr habe sich eine wichtige Stellung in ihrem Stadtteil und in der ganzen Großen Kreisstadt erarbeitet.

Dekan Georg Hirschbrich sagte, es sei „Freude, Wohltat und Genuss, die Berichte zuhören, weil bei der Hausener Wehr einfach alles stimmt !“ Die regelmäßige und kontinuierliche Arbeit zahle sich aus. Er dankte auch für die Unterstützung, die die Feuerwehr der Pfarrei durch Transporte, Prozessionsabsicherungen und Ähnliches zuteil werden lasse.

Weitere Grußworte sprachen Stadtbrandinspektor Harald Albert sowie der stv. Kommandant der Kleinbracher Patenwehr, Phillip Mahlmeister. Zuletzt meldete sich noch Jugendsprecher Constantin Renninger zu Wort, der besonders den Jugendwarten Mario Rösner und Alexander Werner sowie den übrigen Verantwortlichen für die Betreuung und Ausbildung dankte.

Beförderungen und Ehrungen“ lautete ein Tagesordnungspunkt bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hausen.


Zum Feuerwehrmann wurden ernannt: Dominik Reichert, Constantin Renninger und Michael Ries, zu Hauptfeuerwehrmännern wurden Alexander Werner, Jochen Werner und Carmen Wilm, zum Löschmeister Marco Kleinhenz und zum Oberlöschmeister Gerhard Fels ernannt.

Für langjährige Vereinsmitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Leo Kuklinski und Eckhard Droese (beide 40 Jahre), sowie Egon Schlereth, Walter Werner und Walter Beck (alle 50 Jahre).

Mit der Verleihung der Vereinsehrennadel wurde Ewald Müller eine besondere Auszeichnung zu teil. In seiner laudatio hob Kommandant und 2. Vorsitzender Bernd Czelustek das große langjährige Engagement Müllers für die Hausener Feuerwehr hervor, Dieser habe von 1951 bis 1989 selbst der Feuerwehr als Kommandant vorgestanden und hat seither die Funktion des Vorsitzenden inne. In der „Ära Müller“ habe die Wehr unter anderem ihr erstes Löschfahrzeug und eine moderne Unterkunft erhalten.












 Zuletzt geändert: 28.10.2008, 18:07:37