Jahreshauptversammlung 2004

Bernd Czelustek


Jahreshauptversammlung FF Hausen



Bad Kissingen-Hausen (kcb). Das Jahr 2003 wird als das einsatzreichste in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hausen eingehen. Rund die Hälfte der 181 Mitglieder der Wehr informierten sich hierüber sowie über die anderen Aktivitäten des Feuerwehrvereines bei der jüngsten Jahreshauptversammlung. Zu einem Höhepunkt der Versammlung geriet die Ehrung langjähriger und besonders verdienter Mitglieder (Bericht an anderer Stelle).

Insgesamt 30 mal waren die Hausener Floriansjünger nach den Worten des stellvertretenden Kommandanten Jochen Nürnberger bei Einsätzen gefordert. Das Spektrum reichte dabei von der berühmten Katze auf dem Baum über Ölspuren und Windbrüche bis hin zum Brandeinsatz. Größte Herausforderung sei aber das Januarhochwasser gewesen, welches die Wehr ans insgesamt 4 Tagen forderte.

Über die Pflichtaufgaben hinaus habe man sich aber auch sonst helfend zur Verfügung gestellt, so. z.B. beim Rakoczy-Festzug oder beim Salinenfest.

Kommandant Bernd Czelustek freute sich, dass die Übungsbeteiligung im vergangenen Jahr zugenommen habe, was auch Frucht der Jugendarbeit sei. Er dankte der Stadt Bad Kissingen für die neue Toranlage, die seit Februar das Hausener Gerätehaus ziert. Sie sei notwendig geworden, nachdem die alten Tore ständig klemmten, mangels Quetschschutz nicht dem Sicherheitsstandart entsprachen und überdies über keinerlei Wärmedämmung verfügten.

Seine Feuerwehrmänner und –frauen forderte Czelustek dazu auf, sich besonders in der Atemschutzgruppe zu engagieren. Ein Einsatz im Januar dieses Jahres habe die Bedeutung der Geräteträger gezeigt. Die neue Atemschutzvorschrift verlange zusätzliche Anstrengungsbereitschaft der gesamten Wehr. In diesem Zusammenhang kritisierte der Kommandant jedoch auch, dass durch die Vorschriften immer höherer Anspruch an die Qualifikationen der Verantwortlichen einer Feuerwehr gestellt werde, an den Feuerwehrschulen aber nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stünden.

Als schmerzliche Aufgabe bezeichnete es Czelustek, Hauptlöschmeister Peter Markert, der 30 Jahre lang den Posten des Gerätewartes in Hausen innehatte, wegen Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand verabschieden zu müssen. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige stellvertretende Jugendwart Garhard Fels ernannt. An seine Stelle in der Jugendgruppe tritt Alexander Werner.

Der Kassenwart ,Timo Nürnberger, freute sich über eine „solide finanzielle Grundlage des Vereines“. Das alljährliche Sommerfest sei hierfür unverzichtbar, aber auch die Spendenbereitschaft der Bevölkerung habe zugenommen. Der im vergangenen Jahr erstmals in Hausen durchgeführte Florianstag sei zwar in finanzieller Hinsicht zum „Drauflege-Geschäft“ geworden, aber dennoch eine gelungene und schöne Veranstaltung gewesen.

Jürgen Rollmann, Leiter der Hausener Atemschutzgruppe ging ebenfalls auf die gestiegenen Anforderungen durch die neue Dienstvorschrift ein. Bei einer Besprechung habe man die Geräteträger entsprechend geschult. Rollmann zeigte sich erfreut, dass die Bereitschaft, sich für die Atemschutzgruppe zu Verfügung zu stellen wieder zugenommen hat und resümierte: „Ich glaube, wir haben bald wieder eine ordentliche und zuverlässige Truppe beieinander.“


Jugendwart Mario Rösner berichtete von 22 Jugendlichen, die derzeit in zwei Gruppen auf ihren Einsatzdienst vorbereitet würden. Neun davon durchlaufen die momentan in Bad Kissingen stattfindende Grundausbildung.


Mit Daniel Hofweber, Christian Kirchner, Dominik Reichert, Constantin Renninger und Sebastian Söder hätten erstmals 5 Jugendliche aus Hausen alle Stufen des Wissenstests abgelegt.

Das Lob des Jugendwartes an seine Truppe galt auch dafür, dass sich an den 33 Übungsabenden im Durchschnitt 80% der Jugendlichen beteiligt hatten.


Dass es der Hausener Wehr auch um ihre Zukunft nicht Bange sein muss, zeigten die 6 Neuaufnahmen, die im Rahmen der Jahreshauptversammlung per Handschlag durch die Kommandanten vorgenommen wurden. André Bieber, Maximilian Fichtl, Julian Hedrich, Sven Schöniger, Fabian Keller und Lorenz Kuklinski ließen sich dadurch zum Dienst an der Allgemeinheit verpflichten.

Oberbürgermeister Karl Heinz Laudenbach sagte, er fühle sich in Hausen wohl und wisse sich durch die Feuerwehr gut geschützt. Er dankte der Wehr für die Bereitschaft, selbst immer wieder große Summen für ihre Ausrüstung auszugeben. Als vorbildlich bezeichnete er die Jugendarbeit.

Stadtbrandinspektor Harald Albert bezeichnete die Hausener Wehr als „zuverlässigen Partner“. Er lobte die freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Wehren und rief die Hausener Feuerwehrler dazu auf, ihre Wehrführung auch weiterhin engagiert zu unterstützen.

Auch Dekan Georg Hirschbrich zollte der Feuerwehr seinen Respekt. Er freue sich über die Unterstützung der Pfarrei z.B. bei der Absicherung von Wallfahrten und Prozessionen. Im vergangenen Jahr sei auch die Pfarrkirche eine Einsatzstelle der Feuerwehr gewesen: Nach dem Hochwasser mussten mehrmals die Heizungsschächte ausgepumpt werden. Hirschbrich sagte den Feuerwehrleuten ein „Vergelt´s Gott“ und empfahl sie dem Schutz des Hl. Florian.

Zum Schluss ergriff noch Constantin Renninger als Sprecher der Jugendgruppe das Wort und bedankte sich bei der Wehrführung und besonders bei den Jugendwarten für die große Geduld und die solide Ausbildung – ein Dank, der auch dem Dankenden die Anerkennung der Versammlung einbrachte.

EHRUNGEN


Bad Kissingen - Hausen (kcb). Die Ehrung langjähriger uns besonders verdienter Mitglieder war einer der wesentlichen Tagesordnungspunkte bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hausen. Erstmals wurde auch die neugeschaffene Vereinsehrennadel verliehen.

Die Kommandanten Bernd Czelustek und Jochen Nürnberger dankten den Feuerwehrleuten für ihr Engagement und überreichten die Urkunden. Seit 25 Jahren gehören dem Verein an: Jürgen Giersch, Martin Müller, Gerhard Fels, Werner Eberth und Otto Funck. Für 40jährige Zugehörigkeit wurden geehrt: Josef Markert, Georg Graser, Alfons Beck und Bernhard Troll. Seit 60 Jahren ist Robert Götz Mitglied der Hausener Feuerwehr.

Bei der letztjährigen Jahreshauptversammlung wurde eine Ehrensatzung verabschiedet, die unter anderem die Verleihung einer Vereinsehrennadel vorsieht. Diese trägt das Bild des Schönbornsprudels auf einem von goldenem Lorbeer umkränzten Schild und wurde nun erstmals an drei besonders verdiente Mitglieder verliehen:








Peter Markert trat ebenfalls im Jahre 1962 der Hausener Feuerwehr bei. Als Maschinist und Gerätewart war er über 30 Jahre hinweg im Kommando der Wehr vertreten und hat deren Geschicke entscheidend mitgeprägt. Bei Aus- oder Umbau von Feuerwehrfahrzeugen hat sich Peter Markert ebenso Verdienste erworben wie durch seine Mithilfe bei Vereinsfesten. Auch die Ausbildung des Nachwuchses lag ihm stets besonders am Herzen.

Robert Götz trägt seit 60 Jahren die Uniform der Freiwilligen Feuerwehr Hausen, und dies mit ungebrochenem Stolz, wie Kommandant Czelustek bemerkte. Robert Götz habe zwar nie eine Führungsposition in der Hausener Feuerwehr innegehabt, sei aber dennoch ein Vorbild an Zuverlässigkeit und Pflichtgefühl gewesen. Bis heute beteilige er sich an Ehrendiensten. Er sei einer von denen „die man nicht erst bitten muss, sondern die von selbst ihre Mitverantwortung spüren“.

Walter König gehört der Freiwilligen Feuerwehr Hausen seit 1962 an. Er war am Aufbau der ersten Atemschutzgruppe beteiligt und führte diese über Jahre hinweg. Als Feuerwehrschiedsrichter bereitete er nicht nur die Hausener Wehr auf die Leistungsprüfungen vor. In den Jahren 1989 bis 1995 leitete er die Wehr als Kommandant. Er war es auch, der das alljährliche Sommerfest aus der Taufe gehoben hatte, welches heute zur Tradition geworden ist. Besondere Würdigung fand sein handwerkliches Geschick, welches Walter König schon Vielfach für die Wehr eingesetzt hat.




 Zuletzt geändert: 27.10.2008, 19:16:04