Einweihung des Rosenbrünnles

30.05.2008 in Hausen

Hausen (kcb). Einer der vermutlich ältesten Hausener Brunnen, im Volksmund „Rosenbrünnle“ genannt wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Hausen erneuert und das Umfeld gestaltet. Im Beisein von Oberbürgermeister Kay Blankenburg wurde er nun durch Pfarrer Georg Hirschbrich gesegnet und – unter großer Beteiligung der Bevölkerung - erneut seiner Bestimmung übergeben.

Über Jahrzehnte hinweg verfiel die in alten Akten und Plänen meist „Rasenbrunnen“ genannte Wasserstelle immer mehr. Sie war zuletzt nur notdürftig mit Steinen abgedeckt und vom Gras überwuchert. Es bestand Einsturzgefahr. Darauf sei man bei der Feuerwehr aufmerksam geworden und habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Brunnen wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzten, so Kommandant Bernd Czelustek. Schnell hätten sich einige Jugendliche, zumeist Auszubildende in Handwerksberufen, zur Mitarbeit bereit erklärt. Der Feuerwehrverein habe die Materialkosten getragen. Zu guter Letzt habe die Jagdgenossenschaft sich bereit erklärt, eine Bank zur Verfügung zu stellen und so sei ein echtes Schmuckstück entstanden. Zur Geschichte des Brunnens führte Czelustek aus, dieser sei bereits in der Urkartierung Hausens aus dem Jahre 1848 verzeichnet, aber sicherlich noch um vieles älter. In einer Ortschronik, die um das Jahr 1920 vom damaligen Lokalkaplan August Martin verfasst wurde, werde darüber spekuliert, dass der offizielle Name „Rasenbrunnen“ durch „die Bürokratie“ aus dem Namen Rosenbrunnen abgeleitet worden sei. Es könne sogar sein, dass es sich dabei um eine Pferdetränke (daher Rosenbrunnen von Rossbrunnen) handle, die zum einstmaligen thüringischen Landgut „Hunger“ zwischen Hausen und Bad Kissingen gehörte. Somit hätte der Brunnen bereits im frühen Mittelalter, vielleicht sogar vor dem Dorf „Hausen“ , bestanden. „Das ist zwar durch nichts bewiesen, aber weil's so schön wäre, glauben wir es einfach“, so Czelustek augenzwinkernd. Unter den Jugendlichen, die am Brunnenbau beteiligt waren, hob er besonders Patrick Fichte, Dominik Reichert, Constantin Renninger und Christoph Ullmann hervor.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg dankte allen für das gelungene Werk. Gerade in Hausen sei der Bezug zum Wasser durch die dort entspringenden Heilquellen besonders gegeben. „Da wurde nicht lange gefragt, da wurde einfach gesagt: 'Wir machen das.' - und gehandelt, und das imponiert mir“, so der OB.

Im Anschluss an die Segnung wurde der wiedererstandene Brunnen kräftig gefeiert, dabei entdeckten die Häusler die Wiese am Nudelbachspielplatz als sehr idyllisch gelegenen Festplatz. Schade nur, dass der aufziehende Sturm das freudige Treiben zu schnell beendete.













Bernd Czelustek


 Zuletzt geändert: 27.10.2008, 18:50:18